Erziehung: Wie du deinem Hund das Anspringen abgewöhnen kannst

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Beitrag  bunny_jeni am Fr Jan 25, 2013 4:11 am

Wie du deinem Hund das Anspringen abgewöhnen kannst



Da hinten kommt eine ältere Dame, und sie strahlt vor Entzücken über deine niedliche Fellnase. Kaum in Reichweite, neigt sie sich vor, animiert deinen süßen Hund mit den Händen und hoher Stimme, und schon springt dein übermütiger kleiner Fellfratz mit seinen matschigen Pfoten an ihrem hellen Kostüm hoch. Von Entzücken keine Spur mehr. Wenn dein Hund dich und andere Menschen freudig anspringt, ist das manchmal putzig, oft jedoch ärgerlich und unerwünscht. Selbst ein kleiner Hund kann ein Kind durch dieses ungestüme Verhalten schmerzhaft kratzen oder sogar zu Fall bringen und ihm dauerhaft Angst einflößen. Wenn ein Hund Menschen anspringt, liegt das zwar in seiner Natur, aber tolerieren musst du es deshalb noch lange nicht.

Das Anspringen ist vom Hund zwar freundlich, aber nicht ganz uneigennützig gemeint


Das Anspringen ist eine freundliche Geste, die dein Hund schon im Welpenalter erfolgreich getestet hat. Es ist ein Begrüßungs- und Unterwerfungsritual, bei dem die Welpen die Schnauze der Mutter berühren oder lecken, um schmeichlerisch um Nahrung zu betteln. Das Anspringen des Menschen kommt daher, dass unsere „Schnauze“ so weit oben liegt und nur so zu erreichen ist. Auch im spielerischen Gerangel um die Rangordnung kann man Hunde beobachten, die sich gegenseitig anspringen, um Größe zu demonstrieren. Es bleibt in der Regel beim Spiel, kann aber auch in einen ernsthaften Dominanzkampf ausarten. Schutzhunde lernen diese Geste, um den „Bösewicht“ zu stellen. Wenn du also einen besonders großen, dominanten Hund hast, musst du das Anspringen auch aus diesem Blickwinkel betrachten und es ihm schon deshalb schnell abgewöhnen. Ein erfahrener Hundetrainer sieht den Unterschied zwischen freundlicher Begrüßung und respektloser Dominanz sehr schnell.

Mit diesen Übungen kannst du dem Hund das Anspringen abgewöhnen

Anspringen solltest du von Anfang an mit Nichtbeachtung und null Reaktion quittieren, das heißt: keine Ansprache, keine Berührung, keine Blicke, nichts, was den Hund bestätigt. Auch ein „Nein“, ein „Aus“ oder eine abwehrende Hand kann in dem Moment Motivation für ihn sein. Dreh dich kommentarlos weg, und er wird bald merken, dass er nichts als Ignoranz erntet. Stattdessen solltest du Alternativen mit ihm erarbeiten. Bietet er dir freiwillig oder auf Kommando ein Sitz oder Platz an, hat er sich ein Lob und Zuwendung verdient. Zu Beginn des Trainings solltest du jede Begrüßung von Passanten unterbinden, bis ihr das alternative Ritual sicher einstudiert habt. Auch deine Gäste müssen lernen, dass erst der Rudelführer – also du – und dann der (sitzende, liegende) Hund begrüßt wird. Dem Hund das Anspringen abzugewöhnen ist keine Kleinigkeit und erfordert Konsequenz. Informiere möglichst dein gesamtes Umfeld, damit niemand die unerwünschte Sprunghaftigkeit deines Hundes, und sei es unbewusst, belohnt.
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